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Ein Kokon zum Wohlfühlen

Am 03/12/2014

Was ist aus dem kleinen Badezimmer von damals geworden? AUS UND VORBEI! Schon seit ca. zehn Jahren sind Badezimmer zu Wohlfühluniversen geworden, die jeder nach seinem Gusto gestalten kann.

 

Das Badezimmer, per definitionem ein intimer Raum, ist heutzutage ebenso Gegenstand dekorativer Gestaltung wie alle übrigen Räume eines Hauses. Gesellschaftsfähig wurde dieser Trend durch die größten Schöpfer und Designer wie Philippe Starck oder Andrée Putman und so hat dieser früher ausschließlich der Hygiene vorbehaltene Raum eine wahre Metamorphose durchgemacht. Aus dem ehemals kleinen Raum ohne natürliches Licht wird ein Wohlfühlbereich, dem immer mehr Platz eingeräumt wird. Bäder werden modernisiert, um dem Trend zu folgen und gleichzeitig Funktionalität zu gewährleisten. Man begnügt sich nicht mehr damit, dass man sich darin die Hände waschen kann, sondern das Bad dient der Erholung und dem "Auftanken" und man verbringt viel Zeit darin. Das Badezimmer ist kein sekundärer Raum mehr, sondern ein wichtiger Bereich des Hauses geworden.

 

An erster Stelle steht das Wohlbefinden

Angesichts des stressigen Alltagslebens sind Badezimmer zu Orten der Entspannung geworden, auch wenn sie morgens nur Durchgangsräume sind. Ihre Ausstattung soll im Wesentlichen dem Wohlbefinden dienen. Heutzutage ist das Badezimmer zuweilen sogar fester Bestandteil des Schlafzimmers.

Farben und Licht sind wichtig und werden minutiös ausgesucht: Es wird mit Farben gespielt, Lichter werden auf dem Boden platziert, Spiegel so angeordnet, dass der Eindruck eines größeren Raums entsteht. Nichts wird dem Zufall überlassen.

Auch der funktionale Aspekt wird nicht vergessen, doch die Entspannung und der Genuss der mit Wasser verbundenen Freuden steht im Vordergrund: Hammams, Dampfsaunen, Balneotherapie (Badewanne) und Hydrotherapie (Dusche) stehen hoch im Kurs. Das Badzimmer ist ein Ort geworden, wo man es sich gut gehen lässt.

 

Wichtige Kriterien bei der Ausstattung eines Badezimmers

Zunächst muss die verfügbare Fläche berücksichtigt werden. Die Konfiguration des Badezimmers hängt hauptsächlich von seinem Aufbau ab: Ist es rechteckig, quadratisch, asymmetrisch? Wo sind die Wasserabläufe, der Radiator? Wie soll es verwendet werden? Wie viele Personen werden das Bad benutzen, werden viele Ablagemöglichkeiten benötigt? Schließlich darf der Bodenbelag und die Wandverkleidung nicht vergessen werden. Wählen Sie einfach zu wartende Materialien guter Qualität, die lange halten.

Denken Sie gut über die Aufteilung nach. Nehmen Sie sich Zeit und setzen Sie alles daran, dass gleichzeitig eine hohe Funktionalität gewährleistet ist.

 

Einzuhaltende Bedingungen

 

Da im Badezimmer gleichzeitig Wasser und Strom verwendet werden, bergen Bäder auch Gefahren, für die Sicherheitsbedingungen eingehalten werden müssen, damit sie keine Unfallquellen darstellen. Da man Bäder häufig gering bekleidet aufsucht, muss ihre Lufttemperatur höher sein als im übrigen Haus, die Luft soll gesund sein und stetig erneuert werden, die benutzten Materialien müssen sich beim Kontakt angenehm anfühlen.

Für Bäder muss ein hohes Budget vorhanden sein und es müssen Fachleute eingeschaltet werden. Ein Bad ist ein Raum, der noch komplexer ist als eine Küche und den Einsatz zahlreicher Spezialisten erfordert: Maurer, Klempner, Elektriker, Fliesenleger usw. Es muss vieles berücksichtigt werden.

 

Fehler, die es zu vermeiden gilt

 

Am besten ist es, man unterhält sich mit zwei oder drei Installateuren und vergleicht Kostenvoranschläge und Ideen, bevor man seine definitive Wahl trifft und um zu wissen, wozu man sich verpflichtet. Mundpropaganda ist ein gutes Hilfsmittel, um zu erfahren, ob die in Frage kommenden Betriebe kompetent sind.

Man sollte sich nicht allein von seinem Bauchgefühl leiten lassen, sondern auch die praktische Seite des künftigen Badezimmers im Auge behalten. Bau oder Renovierung dieses Raumes erfordern also viel Vorbereitung und Beratung.

 

Trendmaterialien

 

Glasierte Keramik (für Waschbecken, Bidets, Toiletten) bleibt das wichtigste Material für Bäder, da sie widerstandsfähig, leicht zu reinigen und erschwinglich ist. Es stehen aber auch rostfreier Stahl, Synthesematerialien, Glas, emaillierter Stahl, Quarz, Beton und natürlich Marmor zur Auswahl.

Beliebt ist die Mischung von Materialien wie Holz, Glas und Keramik. Die Verwendung von Beton und Zement ist dagegen noch etwas marginal (da Privatleute sich davor scheuen). Unbearbeitete und natürliche Materialien sind immer eine gute Wahl: ein Kieselsteinbelag des Bodens von Duschkabinen erfreut sich großer Beliebtheit.

 

Dauer der Arbeiten

 

Wenn vorher mit allen Beteiligten alles durchdacht, wohl organisiert und entschieden wurde und wenn keine Lieferzeiten für Produkte entstehen, kurz wenn optimale Bedingungen vorherrschen, muss mit einer Arbeitsdauer von 15 Tagen bis 3 Wochen gerechnet werden.

 

Durchschnittliche Kosten eines Bades

 

Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten, da die Kosten in Abhängigkeit von mehreren Faktoren variieren: Flächengröße des Raums, Wahl von Ausstattungen und Materialien. Häufig werden die Kosten eines Badezimmers aber mit dem Kauf eines Autos oder einer größeren Reise verglichen. Für ein kleines Badezimmer in einer Größe von 4 m2 unter Verwendung von nicht sehr guten Materialien müssen 5000 bis 6000 Euro gerechnet werden. Die Kosten können bis auf 15.000 bis 20.000 Euro ansteigen, insbesondere wenn ein Hammam oder Whirlpool geplant ist, und je mehr Sie Design und Technologie lieben, umso höher werden die Preise sein. Es ist ein wenig wie der Unterschied zwischen einem schönen Neuwagen und einem Gebrauchten!

 

Neue Trends

 

Hammam und Whirlpool

 

Installationsbetriebe verzeichnen eine steigende Nachfrage nach Hammams oder Whirlpools in Bädern.

 

Hammam

"Hammam" (auch "türkisches Bad" genannt) ist ein arabisches Wort, das "warmes Wasser" bedeutet. Die Wohltaten eines Hammam sind zahlreich und bekannt. Es ist ein Ort der Erholung und Entspannung. Es ist sehr angenehm, nach einem stressigen Arbeitstag oder nach körperlicher Tätigkeit einen Hammam aufzusuchen. Er erlaubt die Entspannung der Muskeln, die Entfernung von abgestorbenen Hautpartikeln und die Reinigung der Haut. Ein Hammam ist mehr als ein Dampfbad, es ist Lebenskunst.

 

Es gibt Hammamkabinen, die in Abhängigkeit von Ihren Wünschen auf der Basis von vordefinierten Basisformen nach Maß gefertigt werden.

 

Whirlpool

Es gibt Whirlpools, die der Entspannung dienen und andere, die therapeutische Zwecke zum Inhalt haben: die Preise sind sehr unterschiedlich. In beiden Fällen ist ein Whirlpool ein Ort des Wohlbefindens. Er lädt zum Verweilen ein und besitzt entspannende und stimulierende Eigenschaften. Wenn Sie sich für diese Investition entscheiden, schaffen Sie sich in jedem Fall eine echte Wohlfühloase in Ihrem Heim. Ein Whirlpool entspricht voll und ganz den Ambitionen unserer modernen Gesellschaft. Mit ihm ermöglicht man sich eine Rückkehr zur Quelle des Lebens und ein kleines Stück Zen-Philosophie.

 

Für Design-Liebhaber

 

Waschbecken, Duschen, Wasserhähne und Badewannen können die Originalität eines Badezimmers noch verstärken und wie avantgardistische Skulpturen gestaltet sein. Manche Waschbecken haben die Form von Holztotems. Die Badewannen sind auf Inseln platziert oder vollständig im Boden eingelassen. Das Wasser läuft in Kaskaden herab oder geht als Regen in wandlosen Duschen nieder. Es gibt Bäder, die wie kleine Thermalheiligtümer gestaltet sind. Led-Leuchten laden ein, verschiedene Atmosphären zu erzeugen. Es gibt Überlaufbadewannen und italienische Duschen mit riesigen Ausmaßen. Badewannen können mit Lautsprechern oder einem kleinen Fernseher ausgestattet werden, um die Entspannung komplett zu machen.

 

Designliebhaber werden ihr Bad nicht verstecken, sondern ausstellen wollen!

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