Ein sparsames Zuhause. So behalten Sie die Energiekosten im Griff.

Sie sind gerade auf der Suche nach einem energieeffizienten Zuhause zur Miete oder zum Kauf, in dem die Heizkosten Sie nicht ins finanzielle Verderben stürzen? Dabei müssen Sie kein/e Bausachverständige/r sein, um die richtige Wahl zu treffen, denn der zukünftige Verkäufer oder Vermieter ist gesetzlich zur Vorlage eines Energieausweises verpflichtet. Aber auch darüber hinaus sollten Sie genau hinsehen. Lesen Sie hier, welche Tipps es zu beachten gilt, wenn Sie eine gemütliche und sparsame Immobilie finden möchten.

Energieeffizientes Wohnen: Was sagt der Energieausweis aus?

 

Das auch als „Energiepass“ bezeichnete Dokument informiert den zukünftigen Mieter oder Käufer über den Energiebedarf eines Objekts sowie über dessen Schadstoffemissionen. Der Energiebedarf, der Heizwärmebedarf, die Heizungs- und Warmwasseraufbereitungsanlagen sowie die CO2-Emissionen werden darin detailliert aufgeführt und jeweils in einer eigenen Klasse zusammengefasst:

1 - Die Energieeffizienzklasse stützt sich auf die thermische Gebäudehülle, die technischen Anlagen und die Umweltverträglichkeit der verwendeten Energiequelle, wobei erneuerbare Energien am besten bewertet werden.

2 - Zur Bestimmung des Heizwärmebedarfs berücksichtigt die Wärmeschutzklasse die thermischen Eigenschaften der Wände, des Daches, der Bodenplatte, der Fenster, die Bauweise und -ausführung sowie die Ausrichtung des Gebäudes.

3 - Die Umweltwirkungsklasse hängt vom CO2-Ausstoß ab.

 

Immobilienkategorien A, B oder C ... einfach klasse!

Jede dieser drei Klassen reicht von A bis I in neun absteigenden Leistungsstufen. Für den Überblick: Ein Haus mit der Klasse A wird als Passivhaus bezeichnet, d. h. es verbraucht praktisch keine Energie. Hierbei handelt es sich um seit Januar 2017 errichtete Neubauten, denen das Kürzel NZEB für "Nearly Zero Energy Building" zugeordnet wird.

Etwas älter sind die mit B eingestuften Wohnungen, die als Niedrigenergiehäuser gelten und daher sparsam sind.

Die nächste Stufe sind die mit „C“ eingestuften Häuser, die immer noch eine gute Energieeffizienz aufweisen. Sie müssen wenig oder gar nicht gedämmt werden.

 

Kategorien D, E und F: da ist noch Luft nach oben!

Häuser und Wohnungen der Kategorie D stammen häufig aus den 1980er oder 1990er Jahren und sind mit einer Elektroheizung ausgestattet. Noch ältere Gebäude werden der Klasse E oder F zugeordnet, es sei denn, es ist in einem so erbärmlichen Zustand, dass es nicht einmal diesen Standard erfüllt. Der Energiepass schreibt keinerlei Sanierungsmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vor. Hier wird jedoch im Detail angegeben, welche Investitionen erforderlich wären, um Verbesserungen zu erreichen. In dem Feld mit Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz des Gebäudes sind die Einsparpotenziale in kWh/Jahr und Euro angegeben, um dem zukünftigen Besitzer wesentliche Informationen zu übermitteln. Gebäude ab Klasse F gelten als Energieschleuder.

 

Sparsames Wohnen. Diese Dinge können Sie selbst prüfen.

Die in den Immobilienanzeigen enthaltenen Angaben zur Energieeffizienz und zur Wärmeschutzklasse helfen Ihnen, eine erste Auswahl bei Ihrer Suche nach einer energieeffizienten Wohnung zu treffen. Der vom Vermieter oder Verkäufer vorgelegte Ausweis über die Energieeffizienz ist deshalb so wichtig, weil er ein valider Nachweis für die energetische Effizienz des Gebäudes ist. Berücksichtigen Sie bei der Suche nach Ihrer Traum-Immobilie aber auch weitere Aspekte. Zur Bewertung von Wohnkomfort und dem Preis-Leistungs-Verhältnis ist es wesentlich, folgende Punkte genauer unter die Lupe zu nehmen: Wie steht es um die Ausrichtung der Wohnung? Wie hell ist sie? Vergessen Sie keinesfalls die Kosten für Beleuchtung! Gibt es eine Veranda? Handelt es sich um eine Doppelhaushälfte? Wie alt ist die Heizungsanlage? Wie sieht es mit der Dämmung aus?

 

Dämmung: schauen Sie genau hin!

 

Die Isolierung eines Hauses beschränkt sich nicht auf seine Außenwände. Ist das Dach neueren Datums? Wurde der Dachboden renoviert? Informieren Sie sich über die Art der verwendeten Dämmstoffe und ihre thermischen Werte. Sind die Fenster alt? Sind sie doppelt oder dreifach verglast? Werden sie regelmäßig auf Dichtigkeit geprüft? Diese Informationen können bereits vor dem Besuch telefonisch eingeholt werden. Wenn Sie vor Ort sind, sollten Sie sich auf Ihre Sinne verlassen: Wenn sich die Wände kalt anfühlen, Schimmelspuren zu sehen sind oder sich Kondenswasser bildet, ist das ein Warnsignal. Manchmal genügt es schon, an einer Fensterfront vorbeizugehen, um einen kühlen Luftzug zu spüren. Dann wissen Sie, dass Sie hier investieren müssen.

 

Lüften ohne Wärmeeinbußen

Angenehme Wärme sorgt für Wohnkomfort. Aber für eine gesunde Raumluft ist es wichtig, regelmäßig zu lüften. Dabei kann es zu unerwünschten Wärmeverlusten kommen. Ein leistungsstarkes, automatisches Belüftungssystem wirkt sich daher direkt auf ihre Heizungsrechnung aus. Ob mechanisch kontrolliertes Ein- oder Zwei-Wege-Belüftungssystem oder eine dezentrale Raumbelüftung: jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Prüfen Sie, was für Sie am besten passt.